Allgemein

Bürgerenergiegenossenschaften in unserer Region

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In unserer näheren Umgebung gibt es 2 Bürgerenergiegenossenschaften, auf die ich heute nochmals besonders aufmerksam machen möchte:

Die BÜRGERENERGIE CHIEMGAU e.G. BEC, die wir in unserem Stammtisch bereits ausführlicher kennengelernt haben und deren Vorstand Georg Beyschlag bei uns ein treues Mitglied ist. Vor ein paar Tagen wurde ein gerade realisiertes Projekt, die Kinderklinik Aschau, vorgestellt.

Die Bürgerenergie Chiemgau eG hat 2024 eine neu errichtete PV-Anlage auf dem Nebengebäude der Kinderklinik Aschau übernommen und den erzeugten Solarstrom der Klinik als Eigenstrom zur Energieversorgung zur Verfügung gestellt. Die Erfahrungen im Folgejahr 2025 waren so vielversprechend, dass im März 2026 die Kapazität durch eine zweite PV-Anlage auf dem Hauptgebäude auf insgesamt 177 kWp erweitert wurde. Nun werden insgesamt 414 Solarmodule 165.000 kWh klimaneutralem Solarstrom im Jahr erzeugen und damit zur Deckung des

Stromverbrauches der Kinderklinik beitragen. So werden voraussichtlich jährlich ca.70.000 kg/CO² eingespart (siehe Foto 1)

Die Bürgerenergie Chiemgau eG hat sich die Umsetzung der regionalen Energiewende im Chiemgau und Südostbayern zum Ziel gesetzt. Die Genossenschaft wurde im März 2017 gegründet und hat inzwischen ca. 420 Mitglieder, darunter 7 Gemeinden, die zusammen 2.850 Anteile an der BEC eG gezeichnet haben. Die BEC eG betreibt mittlerweile 26 Photovoltaikanlagen und 1 Blockheizkraftwerk.

Die Mindestbeteiligung beträgt € 250,00 und wurde im Geschäftsjahr 2024 mit 2,4%/6,00€ pro Anteil verzinst.
Hier anmelden

www.bec-eg.de. Ansprechpartner wäre hier  g.beyschlag@bec-eg.de

Die BÜRGERENERGIE FÜRS ACHENTAL, Neue Energie Achental e.G. NEA hat aktuell schon ca. 200 Mitglieder. Die NEA hat sich zum Ziel gesetzt, Bürgern aus dem Achental und der näheren Umgebung die Möglichkeit zu geben, sich zu beteiligen und damit selbst Energieerzeuger zu werden. Das macht die Region unabhängiger und die Wertschöpfung bleibt vor Ort. Man will vermeiden, dass globale Krisen wie der Ukraine Krieg oder eine Abhängigkeit von Öl aus arabischen Staaten unsere Energieversorgung gefährden.

Die NEA ist gerade dabei, das erste große Projekt „Eichfeld“ in der Gemeinde Übersee zu realisieren, eine Agri-PV Anlage mit Batteriespeicher. Die Agri-PV Anlage mit 6,0 MWp in Übersee ist genehmigt, Landwirtschaft und Stromerzeugung erfolgt auf der gleichen Fläche. Die Agri-PV soll noch in diesem Jahr gebaut werden und in 2027 ans Netz gehen – ein großer Schritt zu einer nachhaltigen und regionalen Energieversorgung.

Das Projekt verbindet die Erzeugung von sauberem Strom mit einer sinnvollen landwirtschaftlichen Nutzung der Fläche (siehe Foto 2). All diese Schritte wären ohne das ehrenamtliche Engagement und die finanziellen Einlagen der Mitglieder nicht möglich gewesen.

Der nächste große Schritt ist die Finanzierung der Bau der Agri-PV-Anlage, die Montage des Batteriespeichers und der Anschluss ans Stromnetz. Für die anstehende Finanzierung setzt man auf die Kraft der Genossenschaft. Wie bei Bürgerenergieprojekten üblich, möchte man das erforderliche Eigenkapital über Nachrangdarlehen der Mitglieder einsammeln. Die Mitgliedschaft in der Genossenschaft ist Voraussetzung für die Vergabe eines Nachrangdarlehens bzw. für eine Beteiligung.

Dazu gibt es aktuell noch die Möglichkeit, als Mitglied bis 15.6.26 zu investieren. Weitere Informationen siehe

www.nea-genossenschaft.bayern. Ansprechpartner wäre hier Michael Griesbeck m.griesbeck@nea-genossenschaft.bayern  (siehe auch Foto 3)

In beiden Bürgerenergie-Genossen kann man für einen Genossenschaftsanteil von mindestens 250.-€ Mitglied werden und gemeinsam diese regionalen Energiewenden zu unterstützen. Es werden entsprechende Dividenden ausgeschüttet. Bitte beachten sie bei der NEA die aktuell relativ kurzfristigen Zeichnungsanteile mit 15.6.27  für das Eichfeld.

Alle sind überzeugt: Die Energiewende gelingt dort am besten, wo Menschen sie selbstgestalten. Regionale Wertschöpfung, Klimaschutz, Versorgungssicherheit, Nutzung von freien Dachflächen oder PV Anlagen auf Freiflächen von Feldern bei gleichzeitigem Erhalt der landwirtschaftlichen Nutzung. Eine Investition mit nicht ganz uninteressanten Ertragsprognosen sollte eine Überlegung wert sein, um so auch in unserer Region die Energiewende aktiv mitzugestalten.

Karl-Fritz Roll   

Update vom 9.6.26:

Der Vorstand hat daher in seiner letzten Sitzung beschlossen, die Zeichnungsfrist einmalig um einen Monat bis zum 15.07.2026 zu verlängern. Eine weitere Verlängerung ist aufgrund der vertraglichen Rahmenbedingungen nicht möglich.

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